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KATHREIN noch vor der Wiedervereinigung in den neuen Bundesländern

Bereits am 3. September 1990, also noch einen Monat vor der Wiedervereinigung am 3. Oktober, hat Kathrein durch den Eintrag im Handelsregister Chemnitz den Grundstein für die KATHREIN-Burgstädt GmbH gelegt, die nun ihr 10-jähriges Bestehen feierte. In einer Feierstunde ehrte Prof. Dr. Anton Kathrein 41 Mitarbeiter der ersten Stunde und überreichte ihnen als Anerkennung ein Erinnerungsgeschenk.
Vor über 300 Gästen und Betriebsangehörigen schilderte Prof. Dr. Anton Kathrein, dass er bereits 1989 einen Partner in der DDR suchte. Als Ergebnis mehrerer Vorgespräche mit dem damaligen Direktor der VEB Elektronische Geräte Burgstädt -EGB-, Werner Görmar, entstand ein Beteiligungskonzept, dass auf der Frühjahrsmesse in Leipzig am 13.03.1990 handschriftlich von beiden fixiert und vereinbart wurde.
Aufgrund der damals unsicheren politischen, wie auch wirtschaftlichen Situation in der ehemaligen DDR, war dies ein mutiger und auch riskanter Schritt. Das zeigte sich in den folgenden Monaten, in denen große Probleme der verschiedensten Art gelöst werden mußten. So war es z. B. notwendig das gesamte Produktionsprogramm neu zu konzipieren und erheblich finanzielle Mittel, bis heute ca. 12 Mio. DM, in die Maschinen und Anlagen zu investieren. Erforderlich war auch eine Veränderung der Mitarbeiterstruktur, insbesondere in der Führungsebene. Die im Vertrieb verbleibenden Mitarbeiter wurden in großem Umfang fachlich und organisatorisch auf ihre neuen Aufgaben umgeschult, um die neue Strukturierung des Betriebes auf marktwirtschaftliche Basis zu bewältigen. Trotz dieser Maßnahmen ging die Entwicklung anfangs nur langsam voran. Erst mit der Errichtung des neuen großen Firmengebäudes 1998, waren die produktionstechnischen und organisatorischen Möglichkeiten geschaffen, die anstehenden Aufgaben marktorientiert zu erfüllen. In dem modernen und technisch bestens ausgestatteten Gebäude war es möglich, die Produktivität zu verdreifachen. Dies führte zu den notwendigen Kostensenkungen, um die Hausanschlußverstärker, Umsetzer, Komponenten für Kabelfernsehnetze und die Autofunkantennen zu marktgerechten Preisen herstellen zu können.
Der Umsatz konnte von 1998 bis 2000 - also innerhalb von nur zwei Jahren - fast verdoppelt werden. Ebenfalls konnte die Mitarbeiterzahl von 80 auf 160 erhöht werden. Darunter sind auch 9 Auszubildende, die den Beruf des Kommunikationselektroniker erlernen. Aber schon wird der Platz im neu errichteten Produktionsgebäude wieder zu eng, so daß bei der Jubiläumsfeier erste offizielle Überlegungen für einen Erweiterungsbau auch mit den Behördenvertretern angestellt wurden.

Prof. Dr. Anton Kathrein gratuliert den Jubilaren

 
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letzte Änderung 24.10.2000