Wie alles begann.
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| Anton Kathrein senior (1888-1972) |
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| Stammhaus der Kathrein-Werke in Rosenheim |
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| Katalog von 1926 für Blitz- und Überspannungsschutz |
"Kathrein ist ein begabter Schüler, der besonderes Geschick für Handfertigkeiten hat", schrieb ihm ein Lehrer ins Zeugnis. In der Gesellenprüfung zum Elektrohandwerker erhielt er Bestnoten. Erfindungsgabe, Fleiß und Ausdauer waren das Rüstzeug für seinen Lebensweg.
Anno 1919 hatte Ing. Anton Kathrein senior eine Idee, die ebenso einfach wie revolutionär war.
Er hatte nach einem Weg gesucht, die immensen Schäden zu verhindern, die durch Blitzeinschläge in elektrischen Stromnetzen entstanden - seine Erfindung war ein
Überspannungs - Ableiter für Niederspannungsfreileitungen.
Anton Kathrein sen. glaubte an seine Idee, und gründete in einem Keller in Rosenheim eine Einmannfirma.
Und wie bei vielen Firmengründern steht am Ende eine Unternehmerpersönlichkeit, die mit technischer Brillanz und Geschäftsgeist ihrer Zeit den eigenen Stempel aufdrückt.
Vom Blitzschutz zur Antennentechnik.
"Zur Begleitung wurde ein Steinway-Flügel benutzt", dröhnte es am 29. Oktober 1923 blechern aus den Empfängern.
In Berlin hatte gerade die "Deutsche Stunde" mit einer Konzertfolge ihren Sendebetrieb aufgenommen - das neue Medium Radio war geboren.
Anton Kathrein sen. erkannte sofort die Bedeutung dieses neuen Mediums.
Bereits Anfang 1926 gab es über eine Million registrierte Hörfunkteilnehmer in Deutschland.
Kathreins Antwort - die preiswerte, einfach zu montierende Mittelwellen-Drahtantenne für Jedermann.
Dabei konnte er sein Wissen auf dem Gebiet des Blitzschutzes auf ideale Weise einbringen.
Erdungsschalter und Teller-Isolatoren schützten die Langdraht-Antenne besonders wirkungsvoll vor Schäden.
Sein Motto lautete stets: "Höchste Zuverlässigkeit und Qualität!"
Tradition und Fortschritt.
Aus der Rosenheimer "Kellerwerkstatt" ist eine weltweit engagierte Firmengruppe geworden, die sich bis heute dem Credo des Firmengründers - nach höchster Qualität zu streben - verpflichtet fühlt.
Im Bewusstsein dieser Tradition leitet Prof. Dr. Anton Kathrein seit dem Tod seines Vaters im Jahre 1972 das Unternehmen.
Unter seiner Leitung wurde der Umsatz von 51 Millionen Mark im Jahre 1972 auf über 1.300 Mio. Euro vervielfacht.
Kathrein-Antennensysteme sind heute überall dort zu finden, wo höchste Ansprüche an Qualität, Zuverlässigkeit und Lebensdauer gestellt werden.
Erfolg und Verantwortung.
Für Kathrein bedeutet wirtschaftlicher Erfolg immer auch gesellschaftliche Verantwortung.
Für sein jahrzehntelanges wirtschaftliches und kulturelles Engagement wurden Prof. Dr. Anton Kathrein unter anderem das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und der Bayerische Verdienstorden verliehen.
Er lehrt als Honorarprofessor Betriebswirtschaft an der Fachhochschule Rosenheim, ist Vizepräsident der
Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW), Vorsitzender der Landesstelle Bayern im Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI) e.V. und Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern.
Die Kathrein-Gruppe unterstützt zahlreiche Sportarten, z.B. im Motorsport mit einem eigenen, sehr erfolgreichen Rallye-Team, und karitative Einrichtungen.
Eine spezielle Kultur-Stiftung kümmert sich um kulturelle Belange und deren Pflege in Südostbayern.
KATHREIN-Werke KG Rosenheim
letzte Änderung 30.03.2009